Niederschrift der Sitzung des Sprecherrates am Dienstag, den 8. Mai 2018, 14:00 bis 17:10 Uhr,

Landeszentrale für politische Bildung, am Kronberger Hof 6,

55116 Mainz, Gerty-Spies-Saal.

Anwesende (x) entschuldigt (e):

 

x

Dieter Burgard, Vorsitzender

 

e

Dr. Franz-Josef Ratter

e

Joachim Hennig, stellv. Vors.

 

x

Axel Redmer

e

Ramona Dehoff

 

x

Renate Rosenau

x

Eberhard Dittus

 

x

Dr. Ulrike Winkler

x

Johannes Graßl

 

x

für LpB: Uwe Bader

x

Christof Pies

 

x

für LpB: Kerstin Hetzel

 

Beschlüsse / Aufträge

Nächste Sitzung: Montag, 27. August 2018, 14:00 Uhr, Mainz

vermutlich im neuen "Haus des Erinnerns"

 

TOP

Thema

Auftrag

3

Aufnahme Initiative Speyer

Burgard / Dehoff

4

Fonds, Antrag Ludwigshafen

Dehoff

5.1

Jüdische Friedhöfe, Terminvereinbarung Pflegerichtlinien

C. Pies

5.2

Jüdische Friedhöfe; Gesprächstermin IGL

Rosenau, Burgard

 

T0P 1 Begrüßung, Anwesenheit, Tagesordnung 

Der Vorsitze begrüßt Herrn Axel Redmer als neues Mitglied, Nachfolger von Herrn Berkemann. Es folgt eine Vorstellungsrunde. Die Tagesordnung wird ergänzt.

Gegen die Niederschrift vom 28. Februar in Lambrecht liegen keine Einwendungen vor.

 

TOP 2  Kurzberichte

2. 1.  Treffen des Forums der Landesarbeitsgemeinschaften der Gedenkstätten, Erinne-rungsorte und -initiativen in Deutschland, in Berlin. Teilnehmer: Eberhard Dittus und Dr. Franz-Josef Ratter. Bericht E. Dittus

Die Sitzung fand am 17.04.2018 in der Topografie in Berlin, 10 – 16 Uhr, statt.

Teilnehmer: 15 TN aus Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern Nordrhein-Westfahlen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Rheinland-Pfalz

Erstmals wurde der Sitzung am Vorabend eine öffentliche Veranstaltung vorangestellt. Im Nachhinein hat sich diese Entscheidung als sehr gut erwiesen. Dennoch gab es auch kritische Anmerkungen:

1: Reflexion der Veranstaltung vom Vorabend

Die Veranstaltung in der Landesvertretung von Schleswig-Holstein „Wie weiter mit der Erinnerung an den Nationalsozialismus? Gedenkstätten und Erinnerungskultur zwischen Generationenwechsel, Rechtspopulismus und Antisemitismus“ war mit ca. 150 TN überraschend gut besucht. Die Organisation im Vorfeld der Veranstaltung war mit einigen Schwierigkeiten belastet, die letztlich zu der Frage führten, ob es nicht einfacher gewesen wäre, wenn das Forum Vereinsstruktur hätte. Diese Frage, ob eine Vereinsstruktur hilfreich wäre, wurde vertagt. Inhaltlich wurde die Veranstaltung ambivalent beurteilt, war u.a. damit in Verbindung gebracht wurde, dass der Vortrag des Referenten von manchen Teilnehmern als „konfuss“ und teilweise zu wissenschaftlich bewertet wurde. Problematisch war, dass ein TN aus dem Publikum durch seinen Redebeitrag den Podiumsteilnehmern wertvolle Zeit „gestohlen“ hat. Als sehr positiv wurde bewertet, dass es offensichtlich gelungen ist, politische Akteure für die Erinnerungs- und Gedenkarbeit zu interessieren.

2: Gedenkstätten und der Koalitionsvertrag

Thomas Lutz (Topo), der als Gesprächspartner am Verhandlungstisch des BKM sitzt, ist der Auffassung, dass die derzeitige Regierung durchaus bereit ist, Gelder in die Erinnerungs- und Gedenkarbeit zu investieren. Dieses gelte insbesondere für päd. und digitale Projekte. Allerdings gäbe es nach seiner Auffassung derzeit noch keine geeigneten Strukturen, die Gelder sinnvoll zu verteilen. Weiterhin müssten noch Fakten (Zahlen) gesammelt werden, die nur die einzelnen LAG`s liefern könnten. Hierzu zählen z.B.: wie viele Hauptamtliche MA sind in den Gedenkstätten beschäftigt, wie viele Besucher werden erreicht, welche Finanzbedarfe liegen vor, etc.? Als Anhaltspunkt für eine Fördersumme wurden 2,5 Mill. Euro genannt. Dieser Betrag entspricht der Summe der Stiftung „Aufarbeitung“.

3: AFD – und wie damit umgehen?

- in keinem Fall sollte die AFD überbewertet werden

– ihr sollte möglichst wenig öffentliche Aufmerksamkeit geschenkt werden

- in jedem Fall sollten im Umgang mit der AFD demokratische Spielregeln beachtet werden


4: Die neuen Flyer des Forums

Die neuen Flyer kommen allgemein gut an.

Beschluss: Der neue Flyer des Forums der Landesarbeitsgemeinschaften wird verteilt. Jedes Mitglied der LAG soll wie geplant einen Flyer erhalten.

 

5: Die nächste gemeinsame Tagung der Gedenkstätten und des Forums:

12.-14.12.2018 in Berlin, Thema: „Vom Nie wieder zum Schon wieder!“

 

Die Niederschrift der Bundesgedenkstättenkonferenz vom Dezember in Halle wurde online verteilt.


2. 2.  
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Beirat

Dem Kuratorium der Stiftung (Beschlussorgan) steht ein Beirat zur Seite, in dem Vertreterinnen und Vertreter von 13 Einrichtungen zusammen arbeiten, darunter Überlebendenverbände, historische Forschungseinrichtungen, Museen, Gedenkstätten und Jugendinitiativen. Zum Sprecher des Beirats wurde Professor Wolfgang Benz, ehemaliger Direktor des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, gewählt. Der Schwerpunkt der Beiratsarbeit liegt vor allem darin, alle Opfer nationalsozialistischer Verfolgung in die Arbeit der Stiftung einzubeziehen und die Erinnerung an die Diskriminierung, Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung von Menschen im öffentlichen Gedächtnis wach zu halten.

Dr. Ulrike Winkler wurde 2017 als 14. und einziges nicht durch eine Vereinigung benanntes Mitglied auf Vorschlag des Beiratssprechers Wolfgang Benz durch den Präsidenten des Bundestages in den Beirat berufen.

Frau Dr. Winkler berichtet von der konstituierenden Sitzung des Beirats der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas am 19. Februar 2018 in Berlin. Auf vier Punkte geht sie näher ein.

1. Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas erfreut sich hoher Besucherzahlen. 2017 waren es rund 470.000 Menschen, die das unterirdische Dokumentationszentrum besuchten. Nach wie vor gibt es Baumängel an den Stelen zu beklagen, die u. a. mit Temperaturmessungen beobachtet werden. Problematisch ist die Präsenz von Trickbetrügern und Handtaschendieben auf dem Stelenfeld. Da der Stiftung keine dauerhafte Polizeipräsenz zugebilligt wurde, läuft nun ein privater Sicherheitsdienst Streife.

2. Seit April 2016 sichert die Stiftung in der Ukraine jüdische Massengräber, aber auch Massengräber von Roma. Dort findet auch – in Kooperation mit örtlichen Initiativen – pädagogische Arbeit statt. Ursprünglich kümmerte sich das American Jewish Committee (von 2010 bis 2015) um diese besondere Gedenkarbeit.

3. Der Initiative von u. a. Florian Mausbach, in Berlin ein spezielles Denkmal für polnische Zivilopfer zu errichten, steht der Beirat kritisch gegenüber. Moniert wurde u. a., dass bei alledem nicht an die jüdischen Polen und Polinnen gedacht wurde. Stattdessen wurde angeregt, über ein Denkmal für alle zivilen Opfer der deutschen „Lebensraumpolitik“ ins Gespräch zu kommen. Eine Nationalisierung des Gedenkens wurde abgelehnt.

4. Ein besonderes Anliegen der Stiftung, aber auch des Beirates ist es, an diejenigen Menschen zu erinnern, die als „Asoziale“ und „Gemeinschaftsfremde“ diffamiert, inhaftiert und vernichtet wurden. Auch soll der sog. „Berufsverbrecher“ gedacht werden. Als erster Schritt ist eine Fachtagung geplant, die u. a. zur Dekonstruktion der genannten Begrifflichkeiten beitragen soll.

Die nächste Sitzung des Stiftungsbeirats ist für November vorgesehen. Der Sprecherrat beglückwünscht Frau Dr Winkler zu dieser ehrenvollen Aufgabe.


2. 3.  
Bericht von der Tagung am 19. April in Saarbrücken, Großregion, Kunst und Kultur in Gedenkstätten, darunter: Projekt Land of Memory (Bader, Rosenau)

Federführung der Tagung: Frau Dr. Sabine Graf, Saarbrücken, Landeszentrale f. politische Bildung, Referat Historisch-Politische Bildung

Bezug: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, Interreg, Grande Région, Großregion

Sprachen: Deutsch, Französisch mit Simultanübersetzung

Teilnehmer: Bader, Dittus, Dr. Ratter, Rosenau, insgesamt ca 150 Teilnehmer*innen


Programm:              

1. Präsentation der Internetseite "Land of Memory" (im Aufbau)
Bericht Herr Bader und Frau Hetzel.

Dem Kultusministerium des Saarlandes stehen Mittel zum Thema Gedenkstätten zur Verfügung. Geplant ist eine Internetpräsentation der Gedenkstätten und Erinnerungsorte der Großregion. Rheinland-Pfalz hat auf Anfrage seine Beteiligung zugesagt. Noch offen ist die Entscheidung, ob in dem Internetportal Erinnerungsorte und Gedenkstätten nur verlinkt werden sollen oder ob es zu einer umfangreichen Enzyklopädie ausgebaut werden soll. Dafür fehlt noch der klare Rahmen. Sobald Klärung erfolgt ist, werden die LAG und ihre Mitglieder informiert. Auf der Tagung wurden erste Seiten vorgestellt. Für den Herbst ist die Freischaltung mit ersten Ergebnissen vorgesehen, der weitere Aufbau soll schrittweise erfolgen.

In der Sitzung wird auf ähnliche bereits bestehende bzw. sich in Planung befindende Online-Projekte hingewiesen:

- "Online-Portal zur Topografie jüdischen Lebens in Deutschland", (https://www.jmberlin.de/online-portal-juedisches-leben-in-deutschland), einem neuen Projekt, das beim Jüdischen Museum Berlin angesiedelt ist, siehe Niederschrift vom 17. Mai 2017, TOP 7,

und

- Patrimoine Juif de France, http:// www.patrimoinejuif-france.com/


2. Bericht Frau Rosenau:

Mehrere Vorträge, eine Podiumsdiskussion und eine beeindruckende Präsentation befassten sich mit der künstlerischen Darstellung von Erinnerung in Gedenkstätten und Erinnerungsorten unter dem Aspekt "Postmemory", d.h. nach dem Ableben der Zeitzeugen, und den Fragestellungen der zweiten und dritten Nachfolge- Generationen.

 

2. 4.  KZ Außenlager Cochem 

Bericht Herr Bader berichtet vom Sachstand. Die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe ist für den 18. Mai einberufen. Seitens der Universität Trier sind Dr. Grotum und Frau Stehle beteiligt. Die beiden nächsten Informationstagungen greifen die Thematik auf:

 

2.5 Kommende Informationstagungen.

43 . Informationstagung zur Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz am Samstag, 9. Juni 2018 in der Gedenkstätte KZ Osthofen. Die Einladung wurde bzw. wird verteilt.

44. Informationstagung am Samstag, den 17. November 2018 in Cochem.

 

2.6.   Herxheimer Glocke, Resolution und neuer Kenntnisstand

Die Resolution fand in der Presse ein zufriedenstellendes Echo. Herr Dittus berichtet über neue Erkenntnis der Besitzverhältnisse. Das Turmgebäude gehört der Evangelischen Landeskirche, die Glocke der Ortsgemeinde, zwischen beiden besteht ein Nutzungsvertrag, der Bürgermeister besteht auf Einhaltung. Die Ev. Landeskirche hat die Anschaffung einer neuen Glocke zugesagt. Die Entscheidung ist offen.

 

2.7 Synagoge Diez

siehe mehrere Niederschriften 2017, neue Mitteilung wurde online verteilt.

Die Gedenkinitiative Diez-Limburg hatte sich für Nachforschungen eingesetzt und mit Unterstützung von D. Burgard erreichen können, dass im Zuge der Arbeiten auch nach Überresten der abgerissenen Synagoge gebaggert wird. Grabungen des Landesbetriebes Mobilität und der Direktion Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz konnten inzwischen die Fundamente der Synagoge freilegen. Die im Boden gut zu erkennenden Mauerreste geben Aufschluss über die Größe des Bauwerks und den Grundriss mit Gebetsraum und Nebenräumen. (Nach einem Bericht in der Lokalzeitung, hbw).

 

TOP 3      Neue Mitglieder

Aufnahmeantrag Initiative Stolpersteine für Speyer v. 25.03.2018

Die Initiative "Stolpersteine für Speyer" möchte die Erinnerung an die vom NS-Regime verfolgten Speyrer Bürger aufrecht erhalten. Ihre Namen und Schicksale sollen wieder sichtbar zurück in das Gedächtnis der Stadt gebracht werden. Die sechs Mitglieder der Arbeitsgruppe hatten ihre Initiative im Oktober 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 11. Mai werden erste Stolpersteine in Speyer gelegt.

Beschluss: Aufnahme

 

TOP 4      Fonds Erinnern und Gedenken (Frau Dehoff)

4.1 Vorlagen: Der Sprecherrat nimmt die von Frau Dehoff versandten Vorlagen zur Kenntnis:

- Stand der Ausgaben 2018 (nicht öffentlich - bitte beim Sprecherrat erfragen)


4.3. Mombacher Friedhof, Gedenken

Der von Joachim Hennig versandte Zeitungsbericht über die aus dem LAG-Fonds geförderte Veranstaltung wurde z.K. genommen.

 

TOP 5      Jüdische Friedhöfe;

5. 1 Gespräch mit dem Landesverband der Jüd. Gemeinden (Herr Avadiev), der ADD und dem Innenministerium am 11.04.2018,

Bericht Pies, Dittus, Burgard.: Die Online-Berichte von D. Burgard und C. Pies wurden z.K. genommen.

Der vom Sprecherrat vorgelegte und von Herrn Pies und Herrn Zöphel erarbeitete Vorschlag wurde zeitnah von Rabbiner Vernikovsky, Jüd. Gemeinde Mainz, bearbeitet und zur Stellungnahme verteilt, dazu liegen einige Eingänge vor. Vorgesehen ist eine weitere Gesprächsrunde.

Beschluss: Terminvereinbarung: C. Pies.

 

5.2 Jüdische Geschichte /Friedhöfe, Vorbereitung eines Gesprächs mit dem IGL Institut für
Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.

Die Vorlage über die IGL, die Mitglied der LAG ist, wurde verteilt.

Beschluss: Terminvereinbarung. Briefentwurf: Rosenau, an Burgard.

 

TOP 6  „Pflicht“-Besuch von Schulklassen in Gedenkstätten

Die Beschluss des Landtags vom 26. April "Niemals wieder!“, Gedenkkultur in Rheinland-Pfalz fördern und erhalten", Antrag der Fraktionen der SPD, der CDU, der FDP und Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Drucksache 17/6021 wurde z.K. genommen. Darin fordert der Landtag die Landesregierung u.a. zur Unterstützung des Landeszentrale für politische Bildung und des ehrenamtlichen Engagements auf.

Herr Pies unterstützt die Forderung der Bildungsministerin Dr. Hubig, Gedenkstättenbesuche verpflichtend zu machen. Er verweist auf den o.g. Antrag, der die Landesregierung auffordert, die LpB „durch weitere Förderung auszubauen“, das „ehrenamtliche Engagement im Bereich der Gedenkkultur aktiv zu unterstützen“ und die „Gedenkarbeit in den Schulen zu unterstützen“. Er gibt allerdings zu bedenken, dass man alle diese Aufgaben nicht zum Nulltarif erhalten könne. Dies habe er der Bildungsministerin in einem Brief mitgeteilt. Gedenkstätten in R-P und in angrenzenden Bundesländern müssten in einer Übersicht aufgelistet werden, welche Themen sie mit welchen Methoden bearbeiten könnten. Bei den Umfragen in Laufersweiler käme immer wieder zum Vorschein, dass Juden immer nur als „Opfer“ wahrgenommen würden, ansonsten fehlten Themen, die das alltägliche Leben einer Minderheit darstellten. Hier seien Bezüge zu heutigen Problemen besonders leicht herzustellen, wenn man Phänomenen wie Antisemitismus, Islamophobie, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit begegnen möchte. Es müsse ein flächendeckendes Angebotssystem geschaffen werden, damit die Besuche finanziell erschwinglich und zeitlich nicht zu aufwändig seien. Zudem müssten die Fördermöglichkeiten von Gedenkstättenfahrten bekannter gemacht und die Zuschüsse erhöht werden. Erst dann könne man Besuche verpflichtend machen, genau so wie man dies auch bei anderen Lehrplanthemen machen würde.

Herr Bader schildert den Stand der Diskussion und der Verhandlungen. Die Vorschläge von Seiten der Politik auf den "Pflichtbesuch von Gedenkstätten" erfolgte ohne Rücksprache mit den betroffenen Einrichtungen, die schon jetzt die wachsenden Besuchergruppen nicht mehr bewältigen können. Eine verpflichtende Aufnahme in die Lehrpläne der allgemeinbildenden und der berufsbildenden Schulen erscheint auch notwendig und es besteht Einigkeit darüber, dass die Schulklassen nicht nur auf die wenigen Gedenkstätten orientiert werden, sondern sich möglichst in ihrem nahen Umfeld mit der NS-Thematik auseinandersetzen sollten. Für die "aktive Unterstützung" im Sinne des Landtagsbeschlusses fehlen nicht nur Informationen über die Möglichkeiten der Landeszentrale, der Gedenkstätten und der zahlreichen ehrenamtlichen Initiativen, sondern vor allem eine Übersicht über die Gedenkorte, ihre Angebote und personellen Ressourcen im Nahbereich der Schulen. Herr Bader schlägt daher eine Machbarkeitsstudie vor, in der die Möglichkeiten der Gedenkstätten, Gedenkorte und einzelnen Initiativen untersucht werden sollen. Ein Team aus der LpB und aus der LAG sollten die Machbarkeitsstudie vorbereiten.

Zur Mitarbeit in dem Team erklären sich bereit: Herr Burgard, Herr Dittus, Herr Pies.

 

TOP 7  Flyer/Homepage / Mitgliederrundbrief

Flyer: Nächste Sitzung.

Mitgliederrundbrief: Dr. Ratter und Frau Rosenau erarbeiten am Freitag, 25. Mai, 10:00, in Alzey eine Vorlage.

 

TOP 8  Arbeitsaufteilung im Sprecherrat

Die Mitglieder des Sprecherrats, insbesondere die neuen Mitglieder, werden um evtl. Änderungs- bzw. Ergänzungswünsche gebeten.

 

TOP 9 Verschiedenes u.a. nächster Sprecherratstermin

9.1 Nächste Sitzung: Montag, 27. August 2018, 14:00 Uhr, Mainz, vermutlich im neuen "Haus des Erinnerns" - für Demokratie und Akzeptanz. Siehe: http://haus-des-erinnerns-mainz.de/.

9.2 Lager Rebstock. Bericht Herr Bader.

Matthias Bertram hat ein Buch zum Lager "Rebstock" verfasst, in der er Informationen der LpB zum Lager Rebstock (Blatt zum Land) in einer Weise interpretiert, die die LpB zu einer Stellungnahme veranlasste. (Matthias Braun: Untertageverlagerung Geheimkommando "Rebstock", Menschen und Fakten, Erinnerungskultur in Deutschland, 154 Seiten, ISBN 978-3-95631-656-2. 154 Seiten, 9,90€).

9.3 Die Bildungsreisen der LpB wie "Metz und Lothringen unter deutscher Besatzung 1940-1944" sind nach Mitteilung von Herrn Bader gut besucht.

9.4 Fachtagung Erinnerungskulturen

Planung nächste Sitzung.

9.5 Europäischer Tag der jüdischen Kultur am Sonntag, den 2. September 2018.

Siehe: https://www.jewisheritage.org/web/edjc/2018.

 

Storytelling - Geschichten erzählen

Dieses Thema wurde von der Mehrheit der Koordinatoren auf der letzten Sitzung im März 2017 in Luxemburg ausgewählt. Heutzutage ist Storytelling ein hochmodernes Instrument in den Verbreitungsstrategien des historischen Erbes und macht diese Initiative zu einer großartigen Gelegenheit, greifbares und immaterielles jüdisches europäisches Erbe der Region zu erkunden.

Die mündliche Überlieferung ist zweifellos eine Konstante in der Geschichte und kollektiven Vorstellung des jüdischen Volkes. Von der biblischen Herangehensweise, über die reichen lokalen Volksgeschichten bis hin zu den Geschichten gegenwärtiger Migrationen, bilden Geschichten

9.6 Hinweis auf die "Agentur für Jüdische Kultur" von Altenburg & Graf, Agentur für jüdische Kultur, mit dem Slogan: "Wir machen jüdische Geschichte, Alltagskultur, Künste und Religion für Sie erlebbar!" auf Facebook und unter http://www.juedische-kulturvermittlung.de, mit einem Schwerpunkt in der Metropolregion Rhein-Neckar.

9.7 Christof Pies verteilt die Neuerscheinung, Hunsrücker Fluchtgeschichten.

Heft 4 der Laufersweiler Hefte 2017.

 

Niederschrift:

Renate Rosenau

 

 

 

 

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