Aktuell
Niederschrift der Mitgliederversammlung
am 13. April 2013 im Wappensaal des Landtags Rheinland-Pfalz, Mainz.
gemäß Ziffer 5 der Richtlinien i.d.F. v. 1. April 2001
Beginn: 14:15 Uhr, Ende: 16:50 Uhr
TOP 1: Eröffnung. Begrüßung, Beschlussfähigkeit
Die Mitgliederversammlung schloss sich an die 33. Informationsveranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung an. Um 14:15 Uhr eröffnet der Vorsitzende die Mitgliederversammlung.
Die Einladung, versandt zusammen mit der Einladung zur 33. Informationstagung der Landeszentrale für politische Bildung am 13. März 2013, erfolgte fristgemäß vier Wochen vorher unter Beifügung der Tagesordnung.
Der Vorsitzende dankt dem Landtag und der Landeszentrale für politische Bildung für die freundschaftliche Unterstützung und richtet den Dank von Ministerpräsidentin Malu Dreyer allen Ehrenamtlichen in der Gedenkarbeit aus.
Anwesenheit, Beschlussfähigkeit
Jedes Mitglied der LAG kann eine(n) stimmberechtigten Delegierte(n) und bis zu zwei Gastdelegierte benennen.
Anwesend sind 25 Mitgliedsorganisationen und 9 Gäste, darunter zwei, die den Antrag auf Mitgliedschaft gestellt haben (siehe Wählerverzeichnis zu TOP 6 in der Anlage).
Entschuldigt: Joachim Stöckle und Thomas Zuche, beide Beisitzer im Sprecherrat.
Stimmberechtigt sind die Delegierten. Die Gastdelegierten haben Rederecht (Zif. 5 (1) der Richtlinie).
Beschlussfähigkeit ist gegeben.
Anträge an die Mitgliederversammlung gemäß Zif. 5 (7) der Richtlinien
liegen nicht vor.
Die Tagesordnung wird wie vorgelegt angenommen.
TOP 2: Rückblick auf die Aktivitäten des Sprecherrates/LAG-Fonds (Dieter Burgard)
Berichtszeitraum seit der letzten Mitgliederversammlung 2.Juni 2012 in Koblenz
Seither haben sechs Sprecherratssitzungen stattgefunden. Die Niederschriften dieser Sitzungen werden ca. 2 Wochen nach dem Termin in die LAG-Homepage eingestellt. Darüber hinaus berichtet der Vorsitzende im Einzelnen über:
Europäischer Tag der jüdischen Kultur am 2. September 2012 „The Spirit of Jewish Humor / Der Geist jüdischen Humors“.
Der Webseite-Beauftragte der LAG Herbert Bartas hatte die LAG-Mitglieder angeschrieben und um Meldungen gebeten. Diese wurden auf der Website veröffentlicht.
Deutscher Historikertag in Mainz 25.-28.09.2012 .
Unter dem Motto „RLP macht Geschichte“ beteiligten sich mehrere Organisationen, darunter auch die LAG, mit Beiträgen an der „Rheinland-Pfalz-Meile“, die ihre Zusammenarbeit fortsetzen wollen.
An der LAG-Fachtagung " Jüdische Friedhöfe in Rheinland-Pfalz " am 18.Oktober 2012 in Simmern nahmen über 60 Personen teil: LAG-Mitglieder, jüdische Gemeinden, Mitarbeiter aus Kreisverwaltungen und kreisfreien Städten (als untere Denkmalschutzbehörde).Die Entschließung zur Verbesserung des Zustands jüdischer Friedhöfe in Rheinland-Pfalz“ wurde an die Teilnehmer und andere betroffene Institutionen versandt, die Rückmeldungen sind aufschlussreich. Die Referate werden auf der LAG-Website veröffentlicht. Der Vorsitzende dankt Herrn Pies für die gelungene Vorbereitung.
Der Sprecherrat wird die Anregung aus dem Teilnehmerkreis und die Mitglieder, die sich mit jüdischen Friedhöfen befassen, im laufenden Jahr zu einem Workshop einladen.
Erste bundesweite Gedenkstättenkonferenz in Hannover 22.-24.11.2012
Nachdem die Bundeszentrale für politische Bildung die Zahl der Gedenkstättenseminare, zu der sie offen einlädt, von jährlich zwei auf eines reduziert hat, hat sich anstelle des gestrichenen Seminars im Laufe des letzten Jahres eine Bundesgedenkstättenkonferenz aus den folgenden drei Gruppierungen gebildet:
Die erste bundesweite Gedenkstättenkonferenz, bei der Aufgaben und Struktur erörtert wurden, fand vom 22.-24. November 2012 in Hannover statt. Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz waren Dieter Burgard und Renate Rosenau für die LAG sowie Uwe Bader für die Landeszentrale. Jährlich soll (mindestens) eine Konferenz stattfinden, wobei die drei Gruppieren teils getrennt, teils gemeinsam arbeiten. Um die Kontinuität der Arbeit zu gewährleisten, wurde das Delegationsprinzip vereinbart (d.h. keine offene Einladung), es wird aber jeweils zu einer öffentlichen Veranstaltung eingeladen. Die zweite bundesweite Gedenkstättenkonferenz wird Ende September 2013 in Osthofen stattfinden, über die öffentliche Veranstaltung wird rechtzeitig informiert.
Die LAGn treffen sich darüber hinaus einmal/Jahr, das nächste Treffen findet am 17. April 2013 in Berlin, Topographie des Terrors, statt (Teilnahme: D. Burgard).
Bahnhof Pirmasens Nord
An dem Bahnhof, von dem aus hunderte Menschen deportiert werden, soll im Rahmen der Renovierung ein Mahnmal eingerichtet werden. Der Vorsitzende und Otmar Weber, Pirmasens, haben mit zuständigen deswegen erste Gespräche geführt.
Zur grenzüberschreitende Gedenkarbeit für die Gedenkstätte des Sipo-Lagers im Fort Goeben in Metz haben Uwe Bader und Dieter Burgard in der Präfektur in Metz ein erstes Gespräch geführt.
Homepage der LAG:
Zuständig: Herr Hennig ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ).
Die Menüleiste wurde um die Rubriken/Arbeitsschwerpunkte „Stolpersteine“ und „Jüdische Friedhöfe“ ergänzt.
Die Niederschriften des Sprecherrats werden ca. zwei Wochen nach der Sitzung in die Homepage eingestellt. Die nächste Sitzung des Sprecherrats wird angekündigt, das ermöglicht u.a., rechtzeitig Anträge auf Zuschuss aus dem Fonds „Erinnern und Gedenken“ zu stellen.
Mitglieder: Vorankündigungen und Berichte werden an Herrn Hennig gemailt. Allerdings können Zeitungsberichte aufgrund des Copyrights nicht übernommen werden.
Der Zugriff auf die LAG-Homepage ist auf durchschnittlich 160/Tag angestiegen.
Haushalt 2012
- nicht für Veröffentlichung. Berechtigte Interessierte bitte die Daten beim Sprecherrat erfragen
Hingewiesen wird auf folgendes Problem beim dem Fonds „Erinnern und Gedenken“:
Bewilligte Anträge werden nach Vorlage der Abrechung ausgezahlt. Bei verspäteter Abrechnung werden sie erst im nächsten Haushaltsjahr kassenwirksam.
Die Mitgliederversammlung nimmt die Erläuterungen des Vorsitzenden billigend zur Kenntnis und dankt ihm und den Mitgliedern des Sprecherrates für die geleistete ehrenamtliche Tätigkeit.
TOP 3: Überlassung von Archivgut von Privaten an Archive
Angelika Arenz-Morch , Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz - Gedenkstätte KZ Osthofen, Leiterin Bibliothek und Archiv NS-Dokumentationszentrum
LAG-Mitglieder hatten nach Möglichkeiten gefragt, Ihre Sammlungen zur NS-Geschichte einem Archiv zu übergeben. Das NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz in Osthofen hat nach Beratungen mit der Landesarchivverwaltung den folgenden Depositalvertrag entwickelt, der zwischen dem NS-Dokumentationszentrum und dem Eigentümer vereinbart wird:
LAG-Mitglieder können mit diesem Vertrag ihre privaten Sammlungen zur NS-Zeit übergeben. Andere Sachgebiete, z.B. zur Geschichte des Judentums, könnten anderen Archiven, z.B. Orts- bzw. Kreisarchiven, angeboten werden.
Nach der Übergabe werden die Sammlungen verzeichnet, was die Benutzung durch Dritte ermöglicht. Diese Erschließung kann in Osthofen tiefer erfolgen als in größeren Archiven. Nach der Verzeichnung erhält der Eigentümer eine CD mit den verzeichneten Daten. Die Übergabe kann auch dazu dienen, wichtige Unterlagen an einem zweiten Ort gesichert aufzubewahren.
Gesammelt wird auch Bildmaterial. Das Bildarchiv kann nach der Digitalisierung, wahrscheinlich schon in diesem Jahr, zur Nutzung über die Homepage des NS-Dokumentationszentrums abgerufen werden.
TOP 4: Mitgliedsorganisationen informieren: Aktuelle Projektberichte
Moderation: Eberhard Dittus
Folgende Mitglieder geben Kurzberichte zu einzelnen Projekten, die in die Homepage der LAG eingestellt werden, im einzelnen:
Arbeitsgruppe NS-Psychiatrie in Alzey in Zusammenarbeit mit der Rheinhessen-Fachklinik und dem Museum Alzey (APNA): Renate Rosenau berichtet über die Erfahrungen bei der Betreuung von Angehörigen der Opfer der NS-Zwangssterilisationen und der „Euthanasie“
anlässlich Gedenkveranstaltung am 27. Januar in der Rheinhessen-Fachklinik Alzey.
Bezirksverband Pfalz: Andreas Huber informiert über das „Online-Gedenkbuch des Bezirksverbands Pfalz für die Opfer des Nationalsozialismus“, angesiedelt beim Archiv des Bezirksverbandes Pfalz, als virtuelles Mahnmal, in das biographische Daten aller NS-Opfergruppen aus der Pfalz aufgenommen werden. Schwierig war die Klärung des Begriffs „Opfer“: Ermordete, Überlebende, Vertriebene, Emigranten, Zwangssterilisierte…? Aufgenommen werde Lebensdaten, Fotos, kultureller Hintergrund. Die Mitarbeit erfolgt ehrenamtlich ohne Honorar. Grundstock sind die Daten, die das Pfälzische Institut für Geschichte und Volkskunde gesammelt hat, dort und beim Archiv des Bezirksverbandes ist die Redaktion angesiedelt.
Monika Kleinschnitger stellt die Unterrichtsmappe „Koffer gepackt und überlebt - Von Ludwigshafen am Rhein nach Liverpool Street Station, London, vor, mit Unterrichtsmaterialien zur Geschichte der Ludwigshafenerin Ursula Michel und den Kindertransporten 1938/39 nach England.
Außerdem bietet Frau Kleinschnitger die Zusammenarbeit mit der Ludwigshafener Datenbank „erinnern-bewahren“ an.
Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. Joachim Hennig berichtet über die hervorragende Resonanz auf die virtuelle Ausstellung Hugo Salzmann und die Möglichkeiten neuer Medien für die Gedenkarbeit.
Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal: Herbert Baum berichtet über die Resonanz auf das Angebot von Filmen für Frankenthaler Schulen, darunter „Im Himmel- unter der Erde“ (Friedhof Berlin Weißensee, 2012),
Förderkreis Synagoge Laufesweiler e.V.: Christof Pies stellt die 2. Auflage des Orders mit Unterrichtsmaterialien „Jüdisches Leben auf dem Lande“ (25 € plus Versandkosten) vor und berichtet über die Einrichtung eines Museums zum Hunsrücker Landjudentum in der Synagoge Laufersweiler.
Arbeitskreis Judentum im Wasgau: Otmar Weber informiert über die Erarbeitung einer Broschüre über die jüdischen Relikte der Pfalz, eingeteilt in acht Regionen, die zum 9. November erscheinen soll.
Bürgerverein Synagoge Ahrweiler: Klaus Liewald berichtet über die Verlegung von Stolpersteinen sowie über das Bündnis, das sich in der Region gegen die Aufmärsche der Rechtsradikalen von Remagen zum ehemaligen Kriegsgefangenenlager gebildet hat.
Arbeitsgruppe Juden im Alzeyer Land: Gerhard Holzer berichtet über Initiativen in Sprendlingen, und Wöllstein zur jüdischen Ortsgeschichte und Stolpersteinverlegungen sowie zur Dokumentierung jüdischer Friedhöfe in Ortsgemeinden sowie in der Stadt Alzey.
Außerdem weist er auf die Neuerscheinung zum neuen jüdischen Friedhof in Mainz hin.
Förderverein Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt e.V. Eberhard Dittus berichtet anhand eines TV-Mitschnitts über die Eröffnung der Gedenkstätte am 10. März in der Turenne-Kaserne in Neustadt, neben Osthofen ein frühes Konzentrationslager.
TOP 5: Ausblick auf 2013 (Vorsitzender Dieter Burgard)
1. Antrag auf Aufnahme in die LAG haben gestellt:
- Dokumentationszentrum und Ausstellung Kriegsgefangenenlager Bretzenheim/Nahe Wolfgang und Ute Spietz.
- Arbeitsgemeinschaft „Judentum in der Region Bad Dürkheim“: Dr. Markus Sasse, Werner-Heisenberg-Gymnasium Bad Dürkheim.
2. Zu dem Workshop „Jüdische Friedhöfe“ wird im Laufe des Jahres in einen Ort in der Pfalz eingeladen.
3. Jahrsthemen 2014: Der Beginn des 1.Weltkrieges und die letzten Kriegsjahre des 2. Weltkrieges
4. Die AG NS-Krankenmorde bei der Geschichtskommission des Landtags nimmt in Kürze ihre Arbeit wieder auf.
5. Der Europäische Tag der jüdischen Kultur 2013 findet nicht am ersten, sondern am letzten Septembersonntag, am 29. September, statt, unter dem Motto: Judentum und Natur. Das Motto ist nicht zwingend. Herr Bartas wird die Mitglieder anschreiben und um Meldung ihrer Planungen bitten.
Am 29. September 2013 steht die diesjährige 14. Ausgabe des ETJK unter dem Thema „Jüdisches Erbe und Natur“.
Die Veranstalter, die European Association for the Preservation and Promotion of Jewish Culture and Heritage (AEPJ), Sitz Gerona/Spanien, schreiben in ihrem Aufruf für 2013 (http://www.jewisheritage.org):
„Die Beziehung zwischen Judaismus und Natur ist vielfältig, auf vielen verschiedenen Ebenen, und das bedeutet, dass Natur als Gegenstand der 14. Ausgabe des ETJK einen Reichtum an Möglichkeiten zur Erkundung dieser Beziehung bietet.“
TOP 6: Wahl des Sprecherrats der LAG am 13. April 2013 in Mainz /
Wahlniederschrift
Der bisher amtierende Sprecherrat wurde bei der Mitgliederversammlung am 1. April 2011 in Alzey gewählt. Seine Amtszeit beträgt zwei Jahre.
Wahlleiter/in
Nach Zif. 5 (6) der Richtlinie wird vorgeschlagen: Angelika Arenz-Morch, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Archiv/NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz
Ergebnis: Zustimmung ohne Gegenstimmen und Enthaltungen. Frau Arenz-Morch nimmt die Wahl zur Wahlleiterin an.
Abstimmungsverfahren:
Vorschlag: offene Wahl durch Handzeichen. Ein Antrag auf geheime Wahl wird nicht gestellt.
Ergebnis: Offene Wahl einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen angenommen.
Wahlgänge nach Zif. 6 (1) der Richtlinie. ( drei Wahlgänge)
1. Wahl des/der Vorsitzenden
Kandidat/en:
Vorschläge:
amtierender Vorsitzender Dieter Burgard (Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V.)
einstimmig gewählt
Wahlannahme: ja
2. Wahl des/der Stellvertretenden Vorsitzenden
Vorschläge:
amtierender Stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig (Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V.), keine weiteren Vorschläge.
Ergebnis: einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen gewählt
Er nimmt die Wahl an.
3. weitere Beisitzer/innen:
Nach Zif. 6 (1) der Richtlinie werden bis zu fünf Beisitzern gewählt, aber die Mitgliederversammlung entscheidet über die Anzahl der zu wählenden weiteren Mitglieder des Sprecherrates. Bei der Mitgliederversammlung 2001 wurde die Anzahl der Beisitzer von fünf auf sieben erhöht.
Antrag: Erhöhung der Zahl der Beisitzer/innen auf acht.
Beschluss: Einstimmig wird die Anhebung der Beisitzer auf acht erhöht. Die Beisitzer werden per Blockwahl gewählt.
Kandidatur der bisherigen Beisitzer:
Thomas Zuche, AG Frieden Trier, kandidiert nicht mehr. Er schlägt Frau Tina Schwenk als Nachfolgerin vor. Die weiteren Beisitzer sind zur Wiederwahl bereit. Als weiterer Beisitzer wird Herr Dr. Franz-Josef Ratter (1. Vorsitzender Freundeskreis Deidesheimer Synagoge) vorgeschlagen.
Zur Wahl als Beisitzer kandidieren:
Hans-Eberhard Berkemann
Ramona Dehoff
Eberhard Dittus
Christof Pies
Dr. Franz-Josef Ratter
Renate Rosenau
Joachim Stöckle
Tina Schwenk
Ergebnis:
Blockwahl aller Kandidierenden: einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen.
Alle nehmen die Wahl an. Herr Stöckle hatte vorab seine Bereitschaft schriftlich erklärt.
Wahlergebnis Sprecherrat 2013 – 2015
Mainz, den 13.04.2013
Wahlniederschrift:
Ramona Dehoff Wahlleitung: Angelika Arenz-Morch
TOP 7: Verschiedenes
Keine Vorlagen.
Niederschrift der Mitgliederversammlung:
Renate Rosenau
Niederschrift über die Sitzung des Sprecherrates am Dienstag, 12. März 2013,
im Kurt-Esser-Haus, Medienladen 2.OG, Seminarraum
Von 14:00 bis 16.30Uhr
Anwesende (x) entschuldigt (e):
Beschlüsse / Aufträge
TOP 1: Begrüßung, Tagesordnung,
TOP 2: Rückblick Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 27. Januar 2013, Berichte:
Bader, Burgard: Plenarsitzung des Landtags in Osthofen. Hauptredner: Prof. Dr.Dr.h.c.mult. Winfried Hassemer zum Thema „Wovon das Recht lebt und woran es verdirbt – die Zerschlagung des Rechts ab 1933.“ Viele Landtagsabgeordnete waren zum ersten Mal in Osthofen. Gute Rückmeldungen.
Dehoff: „Schüler-führen-Schüler“-Führung zur Geschichte des KZ Osthofen am 3. Februar 2013. Neues Konzept, das gut bei den Besucherinnen und Besuchern ankam.
Burgard: Gedenkstätte Hinzert, gut besucht, mit Aufführung vom „Theater odos“ (www.theater-odos.de/ „bringt Menschen ab 14 Jahren wichtige Themen nahe, die meist in der Öffentlichkeit eher unbeachtet bleiben“).
Burgard: Wittlich: Gedenkfeier an dem neuen Mahnmal für Zwangsarbeiter beim Autobahnbau. Nach der Presseberichterstattung haben sich ehemalige Lagerinsassen bzw, Angehörige gemeldet.
Zuche: Trier: Wohnungslose im Nationalsozialismus, AG Frieden mit Kath. und Ev. Hochschulgemeinden und der Volkshochschule mit über 400 Teilnehmern. Ausstellung im Foyer der Volkshochschule und der Universität. Neuer Stolpersteinrundgang über verfolgte Außenseiter, trotz des widrigen Wetters gute Resonanz. Als Brücke zur Gegenwart: Besuch eines Heimes für Wohnungslose, Thema: Damals verfolgt, heute ausgegrenzt.
Hennig: Koblenz: 70 Jahre Deportation der Sinti aus Koblenz, Gedenkveranstaltung.
Dittus, Neustadt: Politische Opfer aus Neustadt. Gedenkveranstaltung auf dem Marktplatz vor dem Rathaus (Ort der Bücherverbrennung). Gute Resonanz.
Pies, Laufersweiler: Keine Veranstaltungen am 27. Januar.
Das obere Stockwerk der Synagoge Laufersweiler, das jetzt dem Verein zur Verfügung steht, wird für eine Ausstellung mit neuen Medien umgebaut. Fotografen aus der Region werden die Grabsteine der jüdischen Friedhöfe des Rhein-Hunsrück-Kreises fotografieren, die Fotos sollen auf einer Leinwand endlos laufen.
Rosenau, Alzey: Erstmals wurden auf unsere Anregung zur jährlichen Gedenkfeier der Rheinhessen-Fachklinik Alzey, an der sich Stadt und Kreis beteiligen, Angehörige eingeladen, die anschließend im Archiv Akteneinsicht erhielten, gefolgt von einem mehrstündigen Gespräch zum Schicksal ihrer Angehörigen und zur NS-Politik gegen Psychiatriepatienten. Ein Teil der Angehörigen, fast alle aus der Enkelgeneration, war weit angereist. Nach jahrelangem Schweigen in der Familien, oft durch Zufall gebrochen, suchen sie Information und eine zeitlang Betreuung in diesem Prozess der Erinnerung und Aufarbeitung.
TOP 3: Jüdische Friedhöfe in Rheinland-Pfalz
a) Reaktionen der Kreise und Städte: Beim Vorsitzenden ist ein Bündel unterschiedlicher Rückmeldungen eingegangen.
Beschluss: Sichtung durch Christof Pies, Wiedervorlage im Sprecherkreis nach der Mitgliederversammlung, danach Bereitstellung für regionale Kontakte.
b) Gespräch mit Rabbiner Soussan, Mainz. Der Vorsitzende hat um ein Gespräch gebeten, mit Terminvorschlägen (nur donnerstags). Sobald die Bestätigung vorliegt, wird der Sprecherrat informiert. Teilnahme nach Wunsch.
c) Die Referenten der Fachtagung Jüdische Friedhöfe haben ihre zugesagten Beiträge noch nicht geschickt. Der Vorsitzende wird erinnern.
TOP 4: Berichte der Mitglieder für die Homepage
Herr Hennig berichtet von Bedenken bei der Verwendung von Zeitungsberichten von Mitglieder-Aktivitäten wegen möglicher rechtlicher Folgen durch neue Gesetzgebung. Klärungsbedarf.
Vorankündigungen sind erwünscht, aber sie sollten rechtzeitig vorliegen.
Beschluss: Bericht (Herr Hennig) über die Entwicklung bei der nächsten Sitzung des Sprecherrates.
TOP 5: 33. Informationstagung zur Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz und 13. Mitgliederversammlung der LAG am Samstag, 13. April, in Mainz (Landtag) „Erinnern – aber wie ?“ - Zur Zukunft der Gedenkarbeit.
Herr Bader erläutert das Programm der Info-Tagung (per Mail verteilt). Mit Beginn um 9:30 Uhr (statt 10:00 Uhr) bleibt für die Mitgliederversammlung am Nachmittag genügend Zeit. Eine offene Diskussion 13.15 Uhr über „Gedenkstättenpädagogische Perspektiven in Rheinland-Pfalz“ mit pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gedenkstätten und Vertreter/innen aus der LAG über die Zukunft der Gedenkarbeit im Land leitet zur Mitgliederversammlung um 14.15 Uhr über.
Für die Mitgliederversammlung wurde folgende Tagesordnung festgelegt:
TOP 1 Eröffnung und Begrüßung
TOP 2 Bericht des Vorsitzenden, mit Einbeziehung des Berichts über den Fonds „Erin-
TOP 3 Überlassung von Archivgut von Privaten an Archive – Probleme und neue Mög-
Referentin: Angelika Arenz-Morch
TOP 4 Berichte und Austausch der LAG-Mitglieder, strukturiert wie bei der Mitglieder-
TOP 5 Ausblick inkl. Europäischer Tag der jüdischen Kultur am Sonntag, 29.09.2013,
„Workshop“ jüdische Friedhöfe; Jahresthema 2014 „1. Weltkrieg“ und letzten
Kriegsjahre 1944/45
TOP 6 Wahl des Sprecherrates.
Wahlleitung: Herr Bader oder ein(e) Mitarbeiter(in) der LpB.
Versand der Einladungen in den nächsten Tagen (LpB Osthofen und Frau Dehoff): die Mitglieder erhalten die Einladung zur Info-Tagung und zur Mitgliederversammlung in einer Sendung, der auch wie bei der letzten Mitgliederversammlung das Angebot beiliegt, schriftlich und mündlich (max. 4 Minuten) über ihre Arbeit zu berichten.
Rechtzeitige Pressemeldung (Burgard).
Kandidaturen: Fast alle Mitglieder des Sprecherrats äußern ihre Bereitschaft zur Wiederwahl. Für ausscheidende Mitglieder sollen nach Rücksprache mit ihnen Kandidaten angesprochen werden.
Bei der internen Reflexion über die Arbeit im Sprecherrat wurden positive Entwicklungen und Schwachstellen beraten.
TOP 6: Bundesweites Treffen der LAGs in Berlin, Topographie des Terrors
Termin: 17. April 2013
Beschluss Teilnahme: D. Burgard; ggfs Frau Rosenau (falls zu diesem Zeitpunkt in Berlin).
TOP 7: Berichte
a) Historikertag, Nachbesprechung am 19.2.2013
Bericht Herr Burgard. Die Nachbesprechung war gut besucht und anregend.
Erfahrungsaustausch über den Historikertag: Die Besucherresonanz blieb hinter den Erwartungen zurück, die Gemeinschaftspräsentation wurde aber auch über den Historikertag hinaus in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Intern: Die RLP-Meile habe zum besseren Verständnis der beteiligten Institutionen untereinander beigetragen.
Weiternutzung der gemeinsamen Ausstellung:
Für ca. drei Wochen in der Lobby vor dem Plenarsaal des Landtages. Präsentation anlässlich eines der nächsten Verfassungs- oder Rheinland-Pfalz-Tage oder unabhängig davon in anderen, größeren Städten wie Trier oder Koblenz an gut erreichbaren Orten, wie z.B. Sparkassen etc., u. U. sogar bei der Landesvertretung in Berlin:
Fortführung der gemeinsamen Website www.rheinland-pfalz-macht-geschichte.de/Im CacheSie geben hierfür öffentlich +1. Rückgängig machenInternetportal zur regionalen und lokalen Geschichte in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland, wird voraussichtlich weiterhin vom IGL gehostet und gepflegt.
Zur Aktualisierung und Weiterentwicklung der Homepage mit spartenübergreifenden Schwerpunkt wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. In einem ersten Schritt soll eine Rubrik „Aktuelles“ für Hinweise auf Veranstaltungen, größere Projekte oder Kooperationen eingefügt werden. Über Rückverlinkungen mit den Internetseiten der teilnehmenden Institutionen könnten weitere Besucher auf die Homepage geleitet werden.
Fortführung der Kooperation: anlaßbezogen, in regelmäßigen Abständen, weiterhin unter dem Motto „Rheinland-Pfalz macht Geschichte“; An die Teilnehmer ging die Bitte, ihr Veranstaltungsprogramm vorausschauend hinsichtlich geeigneter gemeinsamer Projekte/Kooperationen zu prüfen.
b) Burg Stahleck. Siehe Niederschrift des Sprecherrats vom 15.01.2013
Bericht des Vorsitzenden an Herrn Bausch. Am 1.03. besuchte er unangemeldet die Jugendherberge Burg Stahleck und stellte fest, dass das Portrait und die Informationen zu Paul Conrad bereits abgehängt waren. Die Tafel zur NS-Zeit zur Burg Stahleck, die unsere LAG Gedenkstätten 2005 übergeben hatte, hing an einer anderen Wand. Dem Herbergsvater übergab er rund 200 Blätter zum Land zur Burg Stahleck, die dieser direkt auslegte.
c) AG Krankenmorde bei der Geschichtskommission
Letzte Sitzung war im Herbst 2011 Terminenge wegen Historikertag, Handbuch etc. Neuer Termin wird zur Zeit vereinbart.
Teilnehmer: Burgard, Rosenau
d) Präfektur Metz / grenzüberschreitende Gedenkarbeit.
Bericht Herr Bader und Herr Burgard. Nachdem das Fort Goeben [Queuleu] 2012 drei Mal verwüstet wurde, hat die Präfektur Metz jetzt die Zuständigkeit übernommen. Für die Neufassung der Gedenkstätte suchte sie Informationen in Osthofen und Mainz. Eingerichtet wird ein gemeinsames Gremium „Pilotage“ (Präfektur Metz, Staatskanzlei RLP).
e) Ehrung Dietrich Schabow (Arbeitsgruppe Jüdische Heil- u. Pflegeanstalt -Jacobysche Anstalt - Bendorf-Sayn): Bericht Frau Rosenau. Am 10. März hat die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit, Koblenz, ihm den „Pater Paul Eisenkopf-Preis“ verliehen, überreicht durch den Vorsitzenden Hans-Werner Schlenzig. Die Laudatio hielt Dr. med. Stefan Elsner, Ärztl. Direktor der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach.
f) Gedenkstätte im ehemaligen Nazi-Gefängnis Turenne-Kaserne/Quartier Hornbach in Neustadt am 10.März eröffnet. Bericht Herr Dittus. Teilnahme Jochen Hartloffs/rheinland-pfälzischer Minister der Justiz und für Verbraucherschutz und weiterer Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Gute Presseresonanz.
Herr Dittus lädt den Sprecherrat zu einer der nächsten Sitzungen nach Neustadt ein.
TOP 8: Sanierungskonzept Bahnhof Pirmasens Nord
Siehe Niederschrift Sprecherrat vom 15.01. 2013. Bericht: Burgard. Die Form der Einbeziehung einer Gedenkstätte ist noch nicht absehbar. Wiedervorlage.
TOP 9: Haushalt 2013/Fonds
Bericht Frau Dehoff
(Anmerkung Admin: Nicht öffentlich, bitte anfragen)
a) Stand der Einnahmen und Ausgaben: (Anmerkung Admin: Nicht öffentlich, bitte anfragen)
b) Anträge:
Antrag vom Unabhängigen Kommunikationszentrum Uni Mainz e.V., Haus Mainbusch, von Herrn Hons während der Sitzung eingereicht, für eine Gedenkfahrt nach Theresienstadt vom 8. bis 12. Mai mit 30 Personen und deren Vorbereitung in vier Veranstaltungen in Mainz und drei in Trier im April. Grundsätzlich wird der Antrag befürwortet, aber Frau Dehoff muss den Antrag noch prüfen. Entscheidung im Umlaufverfahren.
c) Aufnahmeantrag „Judentum in der Region Bad Dürkheim, Pfarrer Dr. Markus Sasser, Werner-Heisenberg-Gymnasium, Kanalstraße 19, 67098 Bad Dürkheim, überbracht von Herrn Dittus. Wird grundsätzlich geprüft. Der Antragsteller wird um ein Portrait seiner Arbeitsgruppe gebeten. Siehe: http://whgonline.de, Projekt judentum-in-der-region-bad-duerkheim-im-aufbau.php. Wiedervorlage.
TOP 10: Verschiedenes: u.a.
Nächster Sprecherrats-Termin wird nach der Neuwahl des Sprecherrats verabredet.
Niederschrift:
Alzey, den 12. März 2013 Renate Rosenau
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