1937

 

Januar

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Beginn der Arbeiten am Westwall und an der Ostgrenze.
 

14. März

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Die päpstliche Enzyklika „Mit brennender Sorge“ verurteilt die NS-Kirchenpolitik. Es kommt zu zahlreichen Verhaftungen katholischer Geistlicher.
 

22. April

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Die Gestapo ordnet an, dass alle Zeugen Jehovas, die nach Verbüßung ihrer Strafhaft an sich entlassen werden müssen, nicht freikommen, sondern unmittelbar in ein Konzentrationslager zu überführen sind.
 

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Die in Bad Kreuznach lebende Zeugin Jehovas Auguste Schneider wird nach Verbüßung ihrer Gefängnisstrafe von der Gestapo ins KZ überführt.
 

26. April

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Flugzeuge der „Legion Condor“ zerstören Guernica, die „heilige Stadt“ der Basken. Ca. 200 schutzlose Zivilisten werden getötet.

 

01. Juli

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Pastor Niemöller (Bekennende Kirche) wird verhaftet; er bleibt als „persönlicher Gefangener“ Hitlers bis 1945 im KZ.
 

03. Oktober

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Der aus dem Rheinland ausgewiesene Pfarrer Paul Schneider wird bei der Rückkehr in seine Hunsrückgemeinden Dickenschied und Womrath verhaftet, kommt in „Schutzhaft“ ins Polizeigefängnis in Koblenz und wird am 27. November 1937 in das KZ Buchenwald verschleppt. Auch noch dort ist er ein unbeugsamer Gegner der Nazis und wird zum Trost und Vorbild seiner Mitgefangenen („Prediger von Buchenwald“)
 

November

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Auflösung der katholischen Jugendverbände.
 

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Die Koblenzer katholischen Jugendführer Hans Renner und Alfons Brands werden drangsaliert.
 

05 November

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Hitler enthüllt vor den Oberbefehlshabern der Wehrmacht und dem Außenminister seine Kriegspläne Die deutschen „Raumprobleme“ seien bis 1943 mit Gewalt zu lösen; zunächst seien Österreich und die Tschechei einzuverleiben (festgehalten in der „Hoßbach-Niederschrift“).
 

14. Dezember

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„Asozialenerlass“ Himmlers: Jeder, der durch sein „asoziales Verhalten die Allgemeinheit gefährdet“, kann in „Vorbeugehaft“ genommen und ins KZ verschleppt werden.
 

Ko


Dieses Schicksal widerfährt zum Beispiel der von der Ahr stammenden Maria K.
 

 

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