1940

 

01. März

Ko


Mit der (ersten) Verhaftung P. Josef Fischers beginnt die Verfolgung von zahlreichen Mitgliedern der Schönstatt-Bewegung. Die Verfolgung der Schönstatt-Bewegung findet ihren Höhepunkt mit der Inhaftierung P. Josef Kentenichs im September 1941, dessen Dunkelhaft im Keller des Gestapogebäudes „Im Vogelsang“ in Koblenz und dessen Verschleppung im März 1942 ins KZ Dachau.
 

10. Mai

DR


Überfall Hitler-Deutschlands auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg sowie später Frankreich.
 

Tr


Aus Bereitstellungsräumen um Trier marschieren deutsche Wehrmachtseinheiten in Luxemburg, und Frankreich ein. Gleichzeitig werden die Niederlande und Belgien überfallen. Das Trierer Gefängnis wird in der Folge Zwischenstation für mehr als 25.000 politische Gefangene aus den Benelux-Staaten und Frankreich, die von dort ins KZ Hinzert oder andere deutsche Konzentrationslager verschleppt werden
 

 Mai

DR


Deportation von 2.330 Sinti aus Westdeutschland in das besetzte Polen – „Generalgouvernement“.

 

Tr


Trierer Sinti werden in das von Deutschland besetzte Polen („Generalgouvernement“) verschleppt
 

Ko


Verschleppung von 78 oder 79 „Zigeuner“ aus Koblenz. Einer von ihnen ist Michael Böhmer.
 

Pf


Deportation von 298 Sinti aus der Pfalz und aus Rheinhessen in das Sammellager Hohenasperg. Auch sie werden in das „Generalgouvernement“ weiter verschleppt.
 

21. Juni

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Erste Exekution von Wehrmachtsdeserteuren auf dem Trierer Grüneberg.
 

01. Juli

Tr


Das SS-Sonderlager Hinzert wird der Inspektion der Konzentrationslager (KL) in Oranienburg unterstellt. Übernahme der SS-Führer, Unterführer und Mannschaften in die Waffen-SS (Totenkopfverbände)
 

02. August

DR


Für die besetzten Luxemburg, Elsaß und Lothringen werden Hitler unmittelbar unterstellte Zivilverwaltungen eingerichtet.
 

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Gustav Simon, der Gauleiter des Gaus Koblenz-Trier (später: Gau Moselland), wird zum Chef der Zivilverwaltung (CdZ) von Luxemburg bestellt. Zwei Wochen später baut Gustav Simon im besetzten Luxemburg einen Repressionsapparat auf. Trierer Gestapo-Chefs, wie etwa der Oberregierungsrat und SS-Obersturmbannführer Fritz Hartmann, werden Chef der Gestapo in Luxemburg (mit Sitz in der Villa Pauly). Im Bereich der Justiz wird ein Sondergericht eingerichtet. Später erhält es auch die Zuständigkeit zur Aburteilung von Hochverrats- und Landesverratssachen („kleiner Volksgerichtshof“). Vorsitzer des Sondergerichts ist der Landgerichtsdirektor Adolf Raderschall (früher Koblenz). Ankläger beim Sondergericht in Volksgerichtshof-Zuständigkeit und Chef der Staatsanwaltschaft vor Ort in Luxemburg ist der zuvor in Trier tätig gewesene, sodann zum Ersten Staatsanwalt in Koblenz ernannte und dann nach Luxemburg abgeordnete Leonhard Drach.
 

22. Oktober

Pf


 Deportation von 7.500 Juden aus der Pfalz, Baden und dem Elsaß in das unbesetzte Frankreich; u.a. in das Lager Gurs in Südfrankreich.
 

 30. November

Pf


Zusammenschluss des NSDAP-Gaues Saarpfalz mit Lothringen zum „Gau Westmark“.
 

 

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