1944

 

25. Februar

Tr


Erschießung luxemburgischer Widerstandskämpfer im SS-Sonderlager/KZ Hinzert.
 

März

Ko


Einrichtung des KZ-Außenlagers in Cochem.
 

25. April

Ko


(2.) Deportation von „Zigeunerkindern und Jugendlichen“ aus Koblenz und Umgebung vom Polizeigefängnis in Koblenz aus ins KZ Auschwitz-Birkenau. Unter den Opfern sind auch Kinder der Familie Hugo W. aus Layenkaul bei Mengerschied/Hunsrück.
 

Mai

Ko


Festnahmen von Mitgliedern des „Solf-Kreises“ in Berlin. Verhaftet wird auch der aus Koblenz stammende Armeepfarrer a.D. Friedrich Erxleben.
 

06. Juni

DR


Beginn der alliierten Invasion an der Atlantikküste.
Verstärkte Tätigkeit der französischen Résistance zur Unterbrechung deutscher Nachrichten- und Verkehrsverbindungen.
 

10. Juni

DR


Zerstörung des französischen Dorfes Oradour-sur-Glane und Ermordung der Einwohner durch die Waffen-SS-Division „Das Reich“.
 

4./5. Juli

Ko


Festnahme von Mitgliedern des „Kreisauer Kreises“ in Berlin beim Versuch, Kontakt zum kommunistischen Widerstand zu bekommen. Festgenommen werden auch die beiden Sozialisten Georg Leber und der aus Bad Ems stammende Adolf Reichwein. ----- Verlinkung mit Adolf Reichwein
 

20. Juli

DR


Scheitern des Attentats von Claus Schenk Graf von Stauffenberg im „Führerhauptquartier Wolfsschanze“ in Ostpreußen und des Umsturzversuchs Stauffenbergs und seiner Mitverschwörer in Berlin.
 

01. August

DR


Die Gestapo nimmt Angehörige von Widerständlern des 20. Juli 1944 in „Sippenhaft“.
 

Ko


Betroffen davon sind im Koblenzer Raum Lina und Marie-Luise Lindemann, die Ehefrau und Tochter des Generals der Artillerie Fritz Lindemann, die auf Burg Namedy bei Andernach verhaftet werden, und Therese Kaiser und ihre Tochter Elisabeth sowie Frau Kaisers Bruder Josef Mohr und dessen Ehefrau Katharina; letztere werden als Angehörige Jakob Kaisers in (Neuwied-)Irlich festgenommen und ebenfalls monatelang inhaftiert.
 

DR


Aufstand der polnischen „Heimatarmee“ (Armia Krajowa) in Warschau. Nach Ausbleiben der erwarteten sowjetischen Entlastungsoffensive Kapitulation am 2. Oktober 1944. 15.000 Angehörige der AK kommen in deutsche Kriegsgefangenschaft; Gesamtzahl der Opfer: rund 180.000 Polen.
 

August

DR


Im Deutschen Reich befinden sich mehr als 7,6 Millionen Zwangsarbeiter, davon sind 1,9 Mill. Kriegsgefangene und 5,7 Mill. „Zivilarbeiter“, allein 2,8 Mill. Sowjetbürger. Hinzu kommen noch ca. 500.000 überwiegend ausländische KZ-Häftlinge, die Zwangsarbeit verrichten müssen.
 

2./3. August

DR


„Liquidation“ des „Zigeunerlagers“ im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau; fast 3.000 Sinti und Roma werden in den Gaskammern ermordet.
 

22./23. August

DR


Im Zuge der Aktion „Gewitter“ (auch: „Gitter“) werden ca. 5.000 politische Gegner der Nazis aus den alten Weimarer Parteien und Verbänden von der Gestapo – zum Teil für Wochen – in „Schutzhaft“ genommen
.
 

Ko


Im Koblenzer Raum sind davon betroffen u.a. Maria Detzel und Helene Rothländer.
 

Ww


Im Westerwald wird der frühere Bürgermeister von Montabaur Heinrich Roth in „Schutzhaft“ genommen.---- Verlinkung mit Heinrich Roth
 

Anfang September

Ko


Einrichtung des KZ-Außenlagers „Rebstock“ bei Dernau an der Ahr. In den dortigen Tunnelanlagen sollen KZ-Häftlinge die „Vergeltungswaffe“ V 2 endmontieren. Einer der aus dem KZ Buchenwald nach Dernau verschleppten Häftlinge ist der 18-jährige französische Widerstandskämpfer Roger Detournay.
 

25. September

DR


Ohne genügende Ausbildung und Ausrüstung werden alle waffenfähigen Männer zwischen 16 und 60 Jahren zum „Deutschen Volkssturm“ einberufen.
 

 

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